Prof. Dr. Hartwig Walberg ist einer der Gründerväter des Fachbereichs. 1993 hat er eine Professur für Archivwissenschaft an der noch jungen Fachhochschule angenommen. Vorangegangen waren ein Studium der Geschichte und Germanistik, das Archivreferendariat  beim Land NRW und an der Archivschule Marburg und die 11jährige Leitung des Archiv- und Museumsamtes der Stadt Lippstadt. Die gesamte Fachhochschule befand sich 1993 noch am Standort Friedrich-Ebert-Str 4. Wenn er 2018 die Fachhochschule in den Ruhestand verlässt, werden sich alle Fachbereiche am Campus Kiepenheuerallee befinden.

Das Wintersemester 2017/18 wird sein letztes Semester als hauptamtlicher Dozent sein. Er wird noch einmal eine Vorlesung zur Archivtypologie halten, in der u.a. Gastdozenten von ihren Berufserfahrungen berichten, die früher selbst am Fachbereich studiert haben. Wenn er dann 2018 keine Lehrverpflichtungen mehr hat, wird er gemeinsam mit seiner Frau französischsprachige Länder bereisen. Das erste Ziel ist Kanada.

Da Herr Walberg Potsdam die Treue hält, wird er nach seinen Reisen noch ab und zu auf einen Kaffee vorbei kommen. Jetzigen und künftigen Archiv-Studierenden gibt er den Rat, neben geschichtlichem Interesse auch ureigene Interessen in das Studium einzubringen. Das sei entscheidend für ein erfolgreiches Studium und die spätere Arbeitsplatzwahl. Studieninteressierte sollten ein Faible für Ordnung und Systematiken haben und in Strukturen denken können. Ein Desinteresse an modernen Technologien ist für diesen Berufsweg eher hinderlich. Mehr als bisher könnten Absolventen Lobbyarbeit betreiben. „Archive sind Bestandteil der Wissensgesellschaft und damit systemrelevant!“ so seine Aussage.

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